PM: Kaum BAföG, kein Wohnraum, keine Minijobs? – Bundesstudierendenvertretung fzs fordert sofortige Maßnahmen der Bundesregierung

Katharina Rummenhöller katharina.rummenhoeller at fzs.de
Fr Jul 17 10:32:45 CEST 2026


Sehr geehrte Medienschaffende,

der freie zusammenschluss von student*innenschaften (fzs) e.V., die 
Bundesstudierendenvertretung, warnt vor den Folgen der von der 
Rentenkommission vorgeschlagenen Abschaffung des steuer- und 
sozialversicherungsrechtlichen Sonderstatus von Minijobs für 
Studierende. Ohne umfassende gesetzliche Schutzmaßnahmen drohen 
erhebliche finanzielle Mehrbelastungen, zusätzliche Bürokratie sowie 
eine Ausweitung der studentischen Armut.

Der fzs weist in diesem Zuge auf die noch laufende Petition „Versprochen 
ist versprochen - BAföG jetzt retten!" hin, die der fzs gemeinsam mit 
DGB, DSW, GEW und ver.di initiiert hat und die mittlerweile mehr als 
53.500 Unterschriften gesammelt hat. Mit der Petition fordern die 
beteiligten Organisationen die Bundesregierung, namentlich Lars 
Klingbeil, Dorothee Bär, Jens Spahn und Matthias Miersch, dazu auf, ihre 
Versprechen einzuhalten und eine echte BAföG-Reform umzusetzen.

Rückfragen zur untenstehenden und angehängten Pressemitteilung können 
gestellt werden an:

_Maximilian Wimmer, fzs-Referent für gute Lehre und Arbeitsbedingungen 
an Hochschulen:_

maximilian.wimmer at fzs.de

_Katharina Rummenhöller, fzs-Vorstand:_

+49 15116807671 oder katharina.rummenhoeller at fzs.de

_Rahel Schüssler, fzs-Referentin für BAföG und studentisches Wohnen:_

rahel.schuessler at fzs.de

__________

Pressemitteilung: Kaum BAföG, kein Wohnraum, keine Minijobs? - 
Bundesstudierendenvertretung fzs fordert sofortige Maßnahmen der 
Bundesregierung

Berlin, 17.07.2026

Der freie zusammenschluss von student*innenschaften (fzs) e.V., die 
Bundesstudierendenvertretung, warnt vor den Folgen der von der 
Rentenkommission vorgeschlagenen Abschaffung des steuer- und 
sozialversicherungsrechtlichen Sonderstatus von Minijobs für 
Studierende. Ohne umfassende gesetzliche Schutzmaßnahmen drohen 
erhebliche finanzielle Mehrbelastungen, zusätzliche Bürokratie sowie 
eine Ausweitung der studentischen Armut.

Derzeit gehen rund zwei Drittel aller Studierenden einer 
Erwerbstätigkeit nach, viele davon auf Minijob-Basis. Wird diese 
Erwerbstätigkeit künftig erschwert, ohne die Probleme von BAföG und 
Wohnungsmarkt anzugehen, verschärft sich die soziale Lage vieler 
Studierender weiter.

„Einerseits erklärt Bundesforschungsministerin Dorothee Bär, es sei 
‚kein Drama', wenn Studierende neben dem Studium arbeiten, nicht für 
Luxus, sondern zur Sicherung der Existenz. Gleichzeitig werden nun 
Vorschläge diskutiert, die Erwerbstätigkeit finanziell unattraktiver 
machen. Wir halten das nicht für ein Versehen, sondern für den Ausdruck 
einer klassistischen Bildungspolitik: Offenbar besteht kein Interesse 
daran, Menschen unabhängig von ihrer sozialen Herkunft den Zugang zu 
höherer Bildung zu ermöglichen", erklärt Maximilian Wimmer, fzs-Referent 
für gute Lehre und Arbeitsbedingungen an Hochschulen.

„Zwei Drittel der Studierenden mit eigener Haushaltsführung sind bereits 
heute durch ihre Wohnkosten überlastet. Studierende geben im 
Durchschnitt 54 Prozent ihres Haushaltseinkommens für Wohnkosten aus, 
das ist mehr als doppelt so viel wie im Vergleich zur Gesamtbevölkerung, 
so die zuletzt erschienenen Zahlen des Statistischen Bundesamtes. 
Gleichzeitig stehen bundesweit nur für rund zehn Prozent der 
Studierenden Wohnheimplätze zur Verfügung. Wer unter diesen Bedingungen 
die Rahmenbedingungen studentischer Erwerbstätigkeit verschlechtert, 
verschärft die soziale Krise von Studierenden weiter. Wer Minijobs 
reformieren will, muss gleichzeitig BAföG, studentische 
Krankenversicherung und bezahlbares Wohnen mitdenken", fordert Katharina 
Rummenhöller, Vorstandsmitglied des fzs.

Rahel Schüssler, Referentin für BAföG und studentisches Wohnen, ergänzt: 
„Nebenjobs stellen für die überwiegende Mehrheit das fundamentale 
Existenzminimum her, um Miete und Lebensmittel zu bezahlen. Die 
Eindämmung prekärer Beschäftigung und des Niedriglohnsektors ist 
grundsätzlich zu begrüßen. Fällt dieses flexible Beschäftigungsmodell 
jedoch ersatzlos weg, drohen geringere Nettoeinkommen und höhere 
Sozialabgaben, was faktisch noch weniger Geld für diejenigen bedeutet, 
die bereits jetzt in Armut leben. Wir fordern wirkliche soziale 
Absicherungen und eine tragfähige Perspektive aus prekären 
Arbeitsverhältnissen, statt ein weiteres Treiben in die Verschuldung und 
schlussendlich den Studienabbruch."

  [1]

  		 [2]
  		 [3]
  		 [4]

Katharina Rummenhöller (sie/ihr)
Vorstand
freier zusammenschluss von student*innenschaften fzs e.V.

Der freie zusammenschluss von student*innenschaften (fzs) e.V. ist der 
überparteiliche Dachverband von Studierendenschaften in der BRD. Mit 100 
Mitgliedern vertritt der fzs mehr als eine Million Studierende. Der fzs 
ist Mitglied im europäischen Studierendendachverband ESU - European 
Students' Union und im Global Students' Forum.

  		+49 151 16807671 [5]

  		katharina.rummenhoeller at fzs.de

  		www.fzs.de [1]

  		Wöhlertstr. 19, 10115 Berlin



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