PM: BAföG-Einigung bleibt weit hinter Versprechen zurück – Bundesstudierendenvertretung fordert umfassende Strukturreform
Katharina Rummenhöller
katharina.rummenhoeller at fzs.de
Mi Jul 15 10:17:01 CEST 2026
Sehr geehrte Medienschaffende,
der freie zusammenschluss von student*innenschaften (fzs) e.V., die
Bundesstudierendenvertretung, kritisiert die am Donnerstagvormittag
vorgestellten Eckpunkte der nun doch erzielten BAföG-Einigung scharf.
Statt der im Koalitionsvertrag angekündigten Reform legt die
Bundesregierung lediglich minimale Anpassungen vor, die den
tatsächlichen Lebensrealitäten von Studierenden weiterhin nicht gerecht
werden und auch weit hinter den Versprechen aus dem Koalitionsvertrag
zurückbleiben.
Der fzs weist in diesem Zuge auf die noch laufende Petition „Versprochen
ist versprochen - BAföG jetzt retten!" hin, die der fzs gemeinsam mit
DGB, DSW, GEW und ver.di initiiert hat und die mittlerweile mehr als
53.500 Unterschriften gesammelt hat. Mit der Petition fordern die
beteiligten Organisationen die Bundesregierung, namentlich Lars
Klingbeil, Dorothee Bär, Jens Spahn und Matthias Miersch, dazu auf, ihre
Versprechen einzuhalten und eine echte BAföG-Reform umzusetzen.
Rückfragen zur untenstehenden und angehängten Pressemitteilung können
gestellt werden an:
_Katharina Rummenhöller, fzs-Vorstand:_
+49 15116807671 oder katharina.rummenhoeller at fzs.de
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Pressemitteilung: BAföG-Einigung bleibt weit hinter Versprechen zurück -
Bundesstudierendenvertretung fordert umfassende Strukturreform
Der freie zusammenschluss von student*innenschaften (fzs) e.V., die
bundesweite Studierendenvertretung, kritisiert die am
Donnerstagvormittag vorgestellten Eckpunkte der nun doch erzielten
BAföG-Einigung scharf. Statt der im Koalitionsvertrag angekündigten
Reform legt die Bundesregierung lediglich minimale Anpassungen vor, die
den tatsächlichen Lebensrealitäten von Studierenden weiterhin nicht
gerecht werden und auch weit hinter den Versprechen aus dem
Koalitionsvertrag zurückbleiben. So soll die versprochene Erhöhung der
Wohnkostenpauschale auf 440 EUR erst zum Sommersemester 2027 kommen. Die
Erhöhung der Bedarfssätze soll in zwei Schritten erfolgen und erst zum
Sommersemester 2029 an das Grundsicherungsniveau angelehnt sein, ein
Semester später als ursprünglich von der Bundesregierung geplant.
„Das gesamte Gesetzgebungsverfahren ist eine reine Farce. Erst wird eine
große umfassende BAföG-Reform angekündigt, die ihren Namen nicht
verdient, dann wird monatelang über die Finanzierung gestritten und am
Ende werden Minimalverbesserungen als großer Erfolg verkauft, die auch
weit hinter den schon geringen Versprechen des Koalitionsvertrags
zurückbleiben. Studierende werden von der zuständigen Ministerin
Dorothee Bär beleidigt, die zusätzlich ihre Lebensrealität entweder
nicht kennt oder bewusst verkennt. Dorothee Bär fordert die Studierenden
auf, mehr zu arbeiten. Gleichzeitig plant die Bundesregierung, durch die
Abschaffung von Minijobs studentisches Arbeiten zu erschweren. Wie passt
das zusammen? Die Bundesregierung versucht, diese minimalen Anpassungen
als Erfolg zu verkaufen, dabei greifen diese viel zu kurz und kommen
viel zu spät. Wir sind solidarisch mit Arbeitnehmer*innen,
Alleinerziehenden, Familien, Migrant*innen und allen anderen sozialen
Gruppen, die gerade besonders vom Sozialstaatsabbau und den täglichen
Attacken der Bundesregierung betroffen sind", so Katharina Rummenhöller,
Vorstandsmitglied des fzs.
„Drei Minianpassungen in einem Zeitraum von 5 Jahren seit der letzten
Erhöhung im Wintersemester 24/25. Das ist das „Angebot" der
Bundesregierung. Leider haben sich unsere Mieten, Lebensmittel und
Studienausgaben aber nicht an diesen Turnus gehalten. Das BAföG muss
grundlegend reformiert werden und die Bundesregierung ist gefragt, ihre
Arbeit zu erledigen. Besonders kritisch ist, dass die Erhöhung der
Wohnkostenpauschale erst zum Sommersemester 2027 in Kraft treten soll,
das ist angesichts der aktuellen Wohnkosten schlicht realitätsfern und
unverantwortlich. Studierende sind jetzt auf die Unterstützung
angewiesen, die Erhöhung auf 440 EUR greift schon zum Wintersemester zu
kurz und kommt zum Sommersemester viel zu spät", erklärt Rahel
Schüssler, Referentin für BAföG und studentisches Wohnen des fzs.
„Die Bundesregierung spürt scheinbar den Druck und verspricht mal wieder
eine BAföG-Einigung. Unser Vertrauen hat sie allerdings verspielt. Was
jetzt als Erfolg verkauft werden soll, ist noch weniger, als noch vor
wenigen Wochen von Bundesministerin Bär versprochen wurde. Man muss sich
wirklich fragen, für wie leichtgläubig man im BMFTR Studierende und
Öffentlichkeit hält", erklärt Jonathan Dreusch, politischer
Geschäftsführer des fzs.
Der fzs weist in diesem Zuge auf die noch laufende Petition „Versprochen
ist versprochen - BAföG jetzt retten!" hin, die der fzs gemeinsam mit
DGB, DSW, GEW und ver.di initiiert hat und die mittlerweile mehr als
53.500 Unterschriften gesammelt hat. Mit der Petition fordern die
beteiligten Organisationen die Bundesregierung, namentlich Lars
Klingbeil, Dorothee Bär, Jens Spahn und Matthias Miersch, dazu auf, ihre
Versprechen einzuhalten und eine echte BAföG-Reform umzusetzen.
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Katharina Rummenhöller (sie/ihr)
Vorstand
freier zusammenschluss von student*innenschaften fzs e.V.
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