PM: Wohnkosten von Studierenden alarmierend - Bundesstudierendenvertretung fordert sofortige Maßnahmen gegen studentische Wohnungsnot
Katharina Rummenhöller
katharina.rummenhoeller at fzs.de
Sa Sep 19 02:15:10 CEST 2026
Sehr geehrte Medienschaffende,
die neuen Zahlen des Moses Mendelsohn Instituts zu Wohnkosten von
Studierenden zeigen, dass WG-Zimmer für Studierende vielerorts
unbezahlbar bleiben. Der freie zusammenschluss von student*innenschaften
(fzs) e.V., die Bundesstudierendenvertretung, kritisiert fehlende
Maßnahmen und fordert die Bundes- und Landesregierungen zum Handeln auf.
Rückfragen zur untenstehenden und angehängten Pressemitteilung können
gestellt werden an:
_Katharina Rummenhöller, fzs-Vorstand:_
+49 15116807671 oder katharina.rummenhoeller at fzs.de
___________
Pressemitteilung: Wohnkosten von Studierenden alarmierend -
Bundesstudierendenvertretung fordert sofortige Maßnahmen gegen
studentische Wohnungsnot
Berlin, 19.09.2026
Zum anstehenden Beginn des Wintersemesters 2026/27 veröffentlicht das
Moses Mendelssohn Institut (MMI) neue Zahlen zur Wohnsituation von
Studierenden. Demnach bleibt der durchschnittliche Preis für ein
WG-Zimmer mit 510 EUR weitgehend stabil und damit weiterhin zu hoch.
Gleichzeitig verschärfen sich jedoch die regionalen Unterschiede.
Während Studierende an einigen Hochschulstandorten noch vergleichsweise
günstig wohnen können, sind die Kosten an anderen Standorten deutlich
höher. Damit wird die Wahl des Studienstandorts zunehmend zur sozialen
Frage.
Der freie zusammenschluss von student*innenschaften (fzs) e.V., die
bundesweite Studierendenvertretung, kritisiert fehlende Maßnahmen und
fordert die Bundes- und Landesregierungen zum Handeln auf.
„Die aktuellen Zahlen des MMI sind besorgniserregend. Dass der
bundesweite Durchschnitt stabil bleibt, darf nicht darüber
hinwegtäuschen, dass sich die Situation vieler Studierender weiter
verschärft. Immer weniger Studierende wohnen im preislichen Mittelfeld
und die Unterschiede werden größer, was die Wahl des Studienstandortes
und somit auch des Studiengangs von der sozialen Herkunft abhängig
macht. Es braucht endlich Maßnahmen, die bezahlbares Wohnen für
Studierende sicherstellen und verhindern, dass steigende Mieten den
Zugang zu Hochschulbildung einschränken", fordert Rahel Schüssler,
fzs-Referentin für BAföG und studentisches Wohnen.
„Die Wohnkostenpauschale im BAföG beträgt in diesem Semester weiterhin
380 EUR, diese soll nach aktuellem Gesetzesentwurf erst zum nächsten
Sommersemester auf 440 EUR angepasst werden. Dass die Bundesregierung
trotzdem daran festhält, die Wohnkostenpauschale erst zum Sommersemester
anzupassen, verkennt die Lebensrealität der Studierenden. Wer in
München, Berlin, Köln oder anderen Großstädten studiert, kann mit dieser
Pauschale nur einen Bruchteil der Miete finanzieren. Die
Wohnkostenpauschale muss sich endlich an der tatsächlichen Wohnsituation
von Studierenden orientieren. Gleichzeitig reicht es nicht aus, allein
beim BAföG anzusetzen. Die Wohnkosten für Studierende müssen insgesamt
sinken, es braucht eine grundlegende Lösung für die studentische
Wohnungsnot. Wohnen darf nicht darüber entscheiden, wer studieren kann
und wer nicht", fordert Katharina Rummenhöller, fzs-Vorstandsmitglied.
„Studierende geben im Durchschnitt mehr als die Hälfte ihres Einkommens
für Miete aus, die Wohnkostenbelastung ist damit mehr als doppelt so
hoch wie die der Durchschnittsbevölkerung. Zusätzlich zu grundlegenden
Reformen, wie einem bundesweiten Mietendeckel, müssen Bund und Länder
dafür sorgen, dass Studierende nicht auf einem privaten Wohnungsmarkt um
die wenigen bezahlbaren Wohnungen konkurrieren. Dafür braucht es einen
Ausbau von öffentlich gefördertem Wohnraum, deutlich mehr Wohnheimplätze
und eine bessere Finanzierung der Studierendenwerke", so Jonathan
Dreusch, politischer Geschäftsführer des fzs.
Der fzs fordert deshalb umfassende Maßnahmen gegen die studentische
Wohnungsnot:
* Realitätsnahe Ausrichtung der Wohnkostenpauschale im BAföG am
örtlichen Mietniveau
* Umfassende Reformen im Mietrecht, insbesondere ein wirksamer
bundesweiter Mietendeckel
* Ausbau von öffentlich gefördertem Wohnraum
* Ausbau des Programms „Junges Wohnen"
* Ausbau von Wohnheimplätzen und Studierendenwerke finanziell stärken
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[4]
Katharina Rummenhöller (sie/ihr)
Vorstand
freier zusammenschluss von student*innenschaften fzs e.V.
Der freie zusammenschluss von student*innenschaften (fzs) e.V. ist der
überparteiliche Dachverband von Studierendenschaften in der BRD. Mit 100
Mitgliedern vertritt der fzs mehr als eine Million Studierende. Der fzs
ist Mitglied im europäischen Studierendendachverband ESU - European
Students' Union und im Global Students' Forum.
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