PM: Hauptgebäude der TU Berlin geschlossen - exemplarisch für den #SchlussverkaufBildung!
Katharina Rummenhöller
katharina.rummenhoeller at fzs.de
Di Mai 19 09:08:53 CEST 2026
Sehr geehrte Medienschaffende,
der freie zusammenschluss von student*innenschaften (fzs) e.V., die
bundesweite Studierendenvertretung, äußert sich anlässlich der Proteste
gegen die geplante Berliner Hochschulbaugesellschaft sowie der
Schließung des Hauptgebäudes der Technischen Universität Berlin zum
dramatischen Sanierungsstau an Hochschulen bundesweit.
Der fzs kritisiert, dass notwendige Investitionen in die bauliche
Infrastruktur von Hochschulen verschleppt wurden. Der fzs verweist in
diesem Zusammenhang auf die Kampagne #SchlussverkaufBildung, die auf die
strukturelle Unterfinanzierung des Bildungssystems aufmerksam macht.
Bund und Länder müssen dringend umfassend in die soziale und bauliche
Infrastruktur von Bildungseinrichtungen investieren, anstatt den
Sanierungsstau weiter anwachsen zu lassen.
Rückfragen für die untenstehende und angehängte Pressemitteilung können
Sie stellen an:
_Katharina Rummenhöller, fzs-Vorstand:_
+49 15116807671 oder katharina.rummenhoeller at fzs.de
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Pressemitteilung: Hauptgebäude der TU Berlin geschlossen - exemplarisch
für den #SchlussverkaufBildung!
Berlin, 19.05.2026
Am gestrigen Montag demonstrierten Hochschulleitungen, Gewerkschaften
und Studierende in seltener Einigkeit gegen die vom Berliner Senat
geplante Hochschulbaugesellschaft, die Bauvorhaben zentral lenken soll,
aber aus Sicht der Hochschulangehörigen genau das nicht effektiv und auf
Augenhöhe leisten wird.
Die Demonstration folgt auch auf die vollständige Sperrung des
Hauptgebäudes der Technischen Universität Berlin an der Straße des 17.
Juni seit dem 9. Mai. Bis auf Weiteres darf das Gebäude nicht genutzt
werden. Von der Schließung betroffen sind unter anderem
Lehrveranstaltungen und Arbeitsräume, die gerade zum Teil geräumt werden
müssen.
Die Probleme beruhen nicht auf plötzlich entstandenen Schäden, sondern
auf grundlegenden baulichen Mängeln, die bereits seit längerer Zeit
bestehen und nun offiziell als sicherheitsrelevant eingestuft wurden.
Notwendige Sanierungsmaßnahmen sind über Jahre nicht ausreichend
angegangen worden. Die TU Berlin geht inzwischen von Sanierungskosten in
Höhe von mehr als zwei Milliarden Euro aus. Für die Berliner Hochschulen
insgesamt wird der Investitions- und Sanierungsbedarf auf rund 8
Milliarden Euro geschätzt.
Der freie zusammenschluss von student*innenschaften (fzs) e.V., die
bundesweite Studierendenvertretung, sieht in der Schließung des
TU-Hauptgebäudes ein alarmierendes Beispiel für die Folgen chronischer
Unterfinanzierung im Bildungsbereich.
„Dass ein zentrales Universitätsgebäude wegen gravierender baulicher
Mängel vollständig geschlossen werden muss, ist ein bildungspolitisches
Armutszeugnis. Studierende, Beschäftigte und Lehrende erleben seit
Jahren, was passiert, wenn notwendige Investitionen immer weiter
aufgeschoben werden. Sie studieren in maroden, baufälligen Gebäuden, die
technische Infrastruktur reicht nicht aus und Vorlesungssäle sind
überfüllt", erklärt Katharina Rummenhöller, Vorstandsmitglied des fzs.
Die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) schätzt den bundesweiten
Sanierungsbedarf an Hochschulen im dreistelligen Milliardenbereich. Für
den fzs zeigt die Situation an der TU Berlin beispielhaft, welche
Konsequenzen jahrzehntelange Sparpolitik und fehlende Investitionen in
Hochschulgebäude haben.
„Wenn Hochschulgebäude offenbar nicht einmal mehr sicher nutzbar sind,
macht das deutlich, wie dramatisch die Lage inzwischen geworden ist. In
Marburg stürzte beispielsweise eine Hörsaaldecke ein, in der Bibliothek
der Uni Köln sitzen mehr Mäuse als Studierende, in der HfMT Köln regnete
es ins Studio für elektronische Musik und auch in Trier ist eine
Wohnheimdecke eingestürzt", so Tjark Kandulski, Vorstandsmitglied des
fzs, weiter.
Der fzs verweist in diesem Zusammenhang auf die Kampagne
#SchlussverkaufBildung, die auf die strukturelle Unterfinanzierung des
Bildungssystems aufmerksam macht. Am 17. Juni findet ein bundesweiter
dezentraler Aktionstag statt. An zahlreichen Orten sollen dabei
Demonstrationen und Kundgebungen stattfinden, um auf die prekäre
Situation an Hochschulen und anderen Bildungseinrichtungen aufmerksam zu
machen.
Der fzs fordert Bund und Länder auf, endlich umfassend in die soziale
und bauliche Infrastruktur der Hochschulen zu investieren, anstatt den
Sanierungsstau weiter anwachsen zu lassen!
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[4]
Katharina Rummenhöller (sie/ihr)
Vorstand
freier zusammenschluss von student*innenschaften fzs e.V.
Der freie zusammenschluss von student*innenschaften (fzs) e.V. ist der
überparteiliche Dachverband von Studierendenschaften in der BRD. Mit 100
Mitgliedern vertritt der fzs mehr als eine Million Studierende. Der fzs
ist Mitglied im europäischen Studierendendachverband ESU - European
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