PM: BAföG Reform jetzt: Kungebung geplant
Jonathan Dreusch | fzs
jonathan.dreusch at fzs.de
Mo Jun 1 08:05:24 CEST 2026
Sehr geehrte Medienschaffende,
ich bitte Sie, folgende Mitteilung der Bundesstudierendenvertretung fzs
zur Absage einer BAföG-Reform durch Bundesministerin Bär zu beachten.
Wir rufen für nächsten Montag zur Kundgebung vor dem Konrad Adenauer
Haus auf.
Für Rückfragen stehen zur Verfügung:
Katharina Rummenhöller (+49 15116807671) und Jonathan Dreusch (+49
1716465758)
Mit freundlichen Grüßen
Jonathan Dreusch
Pressemitteilung:
Der freie zusammenschluss von student*innenschaften (fzs e.V.) äußert
sich entrüstet über die sich häufenden Aussagen aus der Union über einen
Stopp der BAföG-Reform. Am gestrigen Sonntag hatte sich neben dem
Steuergeldverschwendungsexperten und Fraktionsvorsitzenden Jens Spahn
auch Bundesforschungsministerin Bär in einer Weise geäußert, die
offenbart, wie wenig ihr doch über die deutsche Bildungslandschaft
bekannt ist.
"*Es ist eine Scharade, welche die Union hier spielt.* Wenn Doro Bär
eine Woche nach Jens Spahn sich der Absage an die dringend benötigte
BAföG-Novelle anschließt, lässt das auf ein geplantes Theater schließen.
Das ist es eine Frechheit gegenüber drei Millionen Studierenden in
Deutschland und noch mehr gegenüber Studieninteressierten. Frau Bär
behauptet, Studierende könnten zur Finanzierung des Studiums arbeiten
gehen. Wir wenden uns gegen diese Aussage, die Studierenden nicht nur
Faulheit unterstellt, sondern auch vollkommen realitätsfremd ist. Mehr
als zwei Drittel der Studierenden haben bereits einen Nebenjob, um ihren
Lebensunterhalt ganz oder teilweise zu finanzieren. *Gleichzeitig ist
die Armutsquote unter Studierenden so hoch wie in kaum einer anderen
Gesellschaftsgruppe. Die Ministerin kennt diese Zahlen entweder nicht
oder ignoriert sie bewusst. Beides ist Ausdruck von Arbeitsverweigerung
und eine unglaubliche Frechheit*." erklärt fzs Vorständin Katharina
Rummenhöller.
Rahel Schüssler, fzs Referentin für BAföG stellt fest: "In ihrer Absage
an eine BAföG-Reform zeichnet die Bildungsministerin bewusst das Bild
der privilegierten Studierenden, insbesondere im Kontrast zu anderen
gesellschaftlichen Gruppen. Hierbei verkennt sie, wofür das BAföG einst
dienen sollte: einer Chancengerechtigkeit im Bildungssystem, damit eben
nicht nur junge Menschen studieren können, die sich ein Studium ohne
Weiteres leisten können.
Die Diffamierungen und der geplante soziale Kahlschlag bei Studierenden
und anderen sozialen Gruppen, wie beispielsweise Arbeitnehmer*innen,
Familien, Alleinerziehende und Migrant*innen in den letzten Wochen und
Monaten, wird nicht zu einer Spaltung führen. *Vielmehr stehen wir
solidarisch beieinander und fordern das Ende des Angriffs auf jegliche
soziale Rechte.*"
"Studierende versuchen sich irgendwie durch Prüfungsdruck, Fristen,
Nebenjobs und private Verpflichtungen zu schlagen und die Ministerin,
die das BAföG "wieder sexy" machen wollte, arbeitet einfach nicht. Wir
werden uns der faulen Austeritätspolitik dieser Regierung und
insbesondere der Union entgegenstellen. Jeder Angriff auf den
Sozialstaat, Arbeitnehmer*innenrechte und die öffentliche
Daseinsvorsorge ist einer zu viel. Uns reichts. *Der fzs ruft für den
08.06. um 12 Uhr zur Kundgebung vor dem Konrad-Adenauer-Haus auf*. Dort
werden wir dem dort tagenden CDU-Bundesvorstand einheizen und sind
natürlich - wie immer - auch gern zum Gespräch bereit." kündigt Jonathan
Dreusch, politischer Geschäftsführer des fzs, an.
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Jonathan Dreusch (er/ihn)
Politischer Geschäftsführer / Political Director
freier zusammenschluss von student*innenschaften fzs e.V.
Der freie zusammenschluss von student*innenschaften (fzs) e.V. ist der
überparteiliche Dachverband von Studierendenschaften in der BRD. Mit
über 100 Mitgliedern vertritt der fzs mehr als eine Million Studierende.
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