PM: Finanzierung des BAföG bedroht, weil Bundesregierung sich nicht einigen kann – fzs fordert gesicherte Finanzierung der angekündigten BAföG-Reform
Katharina Rummenhöller
katharina.rummenhoeller at fzs.de
Mo Feb 9 12:55:48 CET 2026
Sehr geehrte Medienschaffende,
der freie zusammenschluss von student*innenschaften (fzs) e.V., die
bundesweite Studierendenvertretung äußert sich anlässlich des
anhaltenden Streits innerhalb der Bundesregierung über die Finanzierung
der angekündigten BAföG-Reform. Der fzs beobachtet dies mit großer Sorge
und sieht damit den sozial gerechten Zugang zu Bildung akut gefährdet.
Rückfragen für die untenstehende Pressemitteilung können Sie stellen an:
Katharina Rummenhöller, fzs-Vorstand:
+49 15116807671 oder katharina.rummenhoeller at fzs.de
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PM: Finanzierung des BAföG bedroht, weil Bundesregierung sich nicht
einigen kann - fzs fordert gesicherte Finanzierung der angekündigten
BAföG-Reform
Berlin, 09.02.2026
Der freie zusammenschluss von student*innenschaften (fzs) e.V.
beobachtet den anhaltenden Streit innerhalb der Bundesregierung über die
Finanzierung der angekündigten BAföG-Reform mit großer Sorge. Während
sich die Bundesregierung nicht über Zuständigkeiten und Kosten einigen
kann, verschlechtert sich die finanzielle Lage von Studierenden mit
jedem Tag dramatisch.
Die Finanzierung der Reform ist weiterhin ungeklärt, und damit wird ein
sozial gerechter Zugang zu Bildung für Hunderttausende Studierende
erneut verzögert.
„Eine BAföG-Reform ohne gesicherte Finanzierung ist keine Reform,
sondern ein leeres Versprechen", erklärt Tabea Herbst, Vorstandsmitglied
des fzs. „Wenn Verbesserungen im Koalitionsvertrag einer Regierung
angekündigt sind, muss es auch möglich sein, die dafür notwendigen
Mittel bereitzustellen."
Seit Jahren sinkt die Quote derer, die durch das BAföG gefördert werden.
Von neun Studierenden bezieht nur noch rund eine*r BAföG und im
Durchschnitt gerade mal 652 Euro, während Mieten, Energie- und
Lebensmittelpreise massiv steigen. Viele Studierende sind gezwungen, ihr
Studium durch Erwerbsarbeit zu finanzieren oder ganz abzubrechen, weil
sie es sich nicht mehr leisten können.
„Bislang steht beim Thema BAföG noch nicht einmal der Gesetzentwurf.
Während Friedrich Merz behauptet, dass die Arbeiter*innen in Deutschland
nicht produktiv genug seien, verzögern seine Ministerien die Umsetzung
des eigenen Arbeitsprogramms und brechen damit die Versprechungen des
Koalitionsvertrags", so Tjark Kandulski, Mitglied des fzs-Vorstands.
„Dass bei der existenziellen Absicherung von Studierenden und Azubis
schon im Haushalt 2026 mit 250 Mio. Euro weniger Bedarf gerechnet wurde,
ist bezeichnend für die Prioritätensetzung dieser Regierung. Die Bedarfe
einer ganzen Generation werden vernachlässigt."
„Dass nun ausgerechnet beim BAföG wieder über Sparzwänge diskutiert
wird, während bei Studieninteressierten die ersten Musterungsbescheide
eintrudeln, sendet das falsche Signal", so Katharina Rummenhöller,
fzs-Vorstandsmitglied. „Ministerin Bär möchte dafür sorgen, dass ein
größerer Teil der Anspruchsberechtigten BAföG beantragt, ohne dass sie
zuerst überhaupt eine flächendeckende Ausfinanzierung garantiert. Wenn
die Bundesregierung sich ernsthaft über Fachkräftemangel beschwert und
Chancengleichheit an den Hochschulen will, dann muss sie das BAföG
endlich auf eine solide finanzielle Grundlage stellen und den
Bearbeitungsstau in den Ämtern auflösen. BAföG ist kein
haushaltspolitischer Verhandlungsgegenstand, sondern ein zentrales
Instrument sozialer Bildungsgerechtigkeit."
Der fzs fordert die Bundesregierung daher nachdrücklich dazu auf:
* die vollständige Finanzierung der geplanten BAföG-Reform verbindlich
im Bundeshaushalt sicherzustellen,
* Bedarfssätze und Wohnkostenpauschale auf ein existenzsicherndes
Niveau anzuheben (Anhebung der Bedarfssätze auf das Niveau der
Armutsgefährdungsgrenze, Anpassung der Wohnkostenpauschale an das
Mietniveau, ortsangepasst),
* den politischen Streit nicht weiter auf dem Rücken von Studierenden
auszutragen.
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[4]
Katharina Rummenhöller (sie/ihr)
Vorstand
freier zusammenschluss von student*innenschaften fzs e.V.
Der freie zusammenschluss von student*innenschaften (fzs) e.V. ist der
überparteiliche Dachverband von Studierendenschaften in der BRD. Mit 100
Mitgliedern vertritt der fzs mehr als eine Million Studierende. Der fzs
ist Mitglied im europäischen Studierendendachverband ESU - European
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