PM: BAföG im Kabinett - Bundesregierung verabschiedet Verschlechterungen für Studierende
Katharina Rummenhöller
katharina.rummenhoeller at fzs.de
Mi Aug 12 15:12:59 CEST 2026
Sehr geehrte Medienschaffende,
nach monatelangen Verzögerungen bei der Einigung und einer
Verbändeanhörung im Schnelldurchlauf hat das Kabinett heute eine
BAföG-Novelle verabschiedet, die weit hinter den Versprechen des
Koalitionsvertrags zurückbleibt und zugleich Verschlechterungen für
viele Studierende bereithält.
Der freie zusammenschluss von student*innenschaften (fzs) e.V., die
Bundesstudierendenvertretung, kritisiert sowohl das
Gesetzgebungsverfahren als auch die inhaltlichen Änderungen der Novelle
aufs Schärfste.
Der fzs fordert die Bundesregierung auf, die BAföG-Novelle grundlegend
nachzubessern. Der fzs verweist in diesem Zusammenhang auf seine im
Rahmen der Verbändeanhörung eingereichte Stellungnahme zum
Referentenentwurf des 30. BAföG-Änderungsgesetzes und das in diesem Jahr
verabschiedete BAföG-Positionspapier. Diese sind anbei.
Rückfragen können gestellt werden an:
_Katharina Rummenhöller, fzs-Vorstand:_
+49 15116807671 oder katharina.rummenhoeller at fzs.de
_Rahel Schüssler, fzs-Referentin für BAföG und studentisches Wohnen:_
rahel.schuessler at fzs.de
__________
Pressemitteilung: BAföG im Kabinett - Bundesregierung verabschiedet
Verschlechterungen für Studierende
Berlin, 12.08.2026
Nach monatelangen Verzögerungen bei der Einigung und einer
Verbändeanhörung im Schnelldurchlauf hat das Kabinett heute eine
BAföG-Novelle verabschiedet, die weit hinter den Versprechen des
Koalitionsvertrags zurückbleibt und zugleich Verschlechterungen für
viele Studierende bereithält. Der freie zusammenschluss von
student*innenschaften (fzs) e.V., die Bundesstudierendenvertretung,
kritisiert sowohl das Gesetzgebungsverfahren als auch die inhaltlichen
Änderungen der Novelle aufs Schärfste.
„Die Bundesregierung verkauft hier teilweise Verschlechterungen als
große Reform. Erst wird die Novelle monatelang verschleppt und dann wird
ein unausgereifter Gesetzentwurf im Eilverfahren und mit einer massiv
verkürzten Verbändeanhörung durchgedrückt. Das ist Politik, die die
Lebensrealität von Studierenden verkennt und Sozialstaatsabbau auf dem
Rücken von Menschen betreibt, die teilweise ohnehin kaum über die Runden
kommen", so Katharina Rummenhöller, Vorstandsmitglied des fzs.
Der Gesetzentwurf bleibt außerdem weit hinter den im Koalitionsvertrag
angekündigten Verbesserungen zurück. Die Erhöhung der
Wohnkostenpauschale auf 440 Euro kommt erst zum Sommersemester 2027. Die
Erhöhung und Dynamisierung der Bedarfssätze auf Bürgergeldniveau
verschieben sich sogar bis ins Jahr 2029.
„Wer Studierenden die Wohnkostenpauschale streicht und Sonderregelungen
bei der Altersgrenze abschafft, betreibt unverantwortlichen
Sozialstaatsabbau. Es ist absurd, die Bundesregierung behauptet
einerseits, die Bedarfssätze würden mit der Reform ausreichend steigen,
und andererseits streicht sie eine Leistung, die gerade für Studierende
in schwierigen sozialen Verhältnissen relevant ist. Die Bundesregierung
sorgt dafür, dass Studierende mit ohnehin wenig Geld am Ende noch
weniger haben", so Rahel Schüssler, fzs-Referentin für BAföG und
studentisches Wohnen.
„Erst verschleppt die Bundesregierung die Reform monatelang und dann
soll niemand mehr Zeit haben, sie zu kritisieren. Wenn für eine
BAföG-Novelle weniger als drei Tage Frist für schriftliche Stellungnahme
und ein Tag Vorbereitung auf die Online-Anhörung vorgesehen sind, dann
ist das keine Beteiligung, sondern eine Farce. Die Anhörung fand zudem
während der Sommerpause und Klausurenphase statt. Die politische
Entscheidung war wohl längst gefallen und die Verbändeanhörung sollte
nur den Anschein von demokratischer Beteiligung erzeugen", kritisiert
Jonathan Dreusch, politischer Geschäftsführer des fzs.
Der fzs fordert die Bundesregierung auf, die BAföG-Novelle grundlegend
nachzubessern. Der fzs verweist in diesem Zusammenhang auf seine im
Rahmen der Verbändeanhörung eingereichte Stellungnahme zum
Referentenentwurf des 30. BAföG-Änderungsgesetzes und das in diesem Jahr
verabschiedete BAföG-Positionspapier.
[1]
[2]
[3]
[4]
Katharina Rummenhöller (sie/ihr)
Vorstand
freier zusammenschluss von student*innenschaften fzs e.V.
Der freie zusammenschluss von student*innenschaften (fzs) e.V. ist der
überparteiliche Dachverband von Studierendenschaften in der BRD. Mit 100
Mitgliedern vertritt der fzs mehr als eine Million Studierende. Der fzs
ist Mitglied im europäischen Studierendendachverband ESU - European
Students' Union und im Global Students' Forum.
+49 151 16807671 [5]
katharina.rummenhoeller at fzs.de
www.fzs.de [1]
Wöhlertstr. 19, 10115 Berlin
Links:
------
[1] https://www.fzs.de
[2] https://www.facebook.com/fzs.de
[3] https://www.linkedin.com/company/fzsev/
[4] https://www.instagram.com/fzs_ev
[5] tel:+4915116807671
-------------- nächster Teil --------------
Ein Dateianhang mit HTML-Daten wurde abgetrennt...
URL: <http://lists.fzs.de/pipermail/presseverteiler/attachments/20260812/a0caff30/attachment-0001.htm>
-------------- nächster Teil --------------
Ein Dateianhang mit Binärdaten wurde abgetrennt...
Dateiname : PM_BAföG_im_Kabinett.pdf
Dateityp : application/pdf
Dateigröße : 1002953 bytes
Beschreibung: nicht verfügbar
URL : <http://lists.fzs.de/pipermail/presseverteiler/attachments/20260812/a0caff30/attachment-0003.pdf>
-------------- nächster Teil --------------
Ein Dateianhang mit Binärdaten wurde abgetrennt...
Dateiname : Stellungnahme RefE 30_BAföG_ÄG_fzs.pdf
Dateityp : application/pdf
Dateigröße : 486954 bytes
Beschreibung: nicht verfügbar
URL : <http://lists.fzs.de/pipermail/presseverteiler/attachments/20260812/a0caff30/attachment-0004.pdf>
-------------- nächster Teil --------------
Ein Dateianhang mit Binärdaten wurde abgetrennt...
Dateiname : fzs_BAföG_Policy_Paper_2026 (1).pdf
Dateityp : application/pdf
Dateigröße : 680473 bytes
Beschreibung: nicht verfügbar
URL : <http://lists.fzs.de/pipermail/presseverteiler/attachments/20260812/a0caff30/attachment-0005.pdf>
Mehr Informationen über die Mailingliste presseverteiler