PM: BAföG – Einigung steht, doch Finanzierung bleibt offen und Reform unzureichend
Katharina Rummenhöller
katharina.rummenhoeller at fzs.de
Mi Apr 29 18:59:06 CEST 2026
Sehr geehrte Medienschaffende,
der freie zusammenschluss von student*innenschaften (fzs) e.V., die
bundesweite Studierendenvertretung, äußert sich zur heute verkündeten
Einigung der Bundesregierung zur Finanzierung der angekündigten
BAföG-Novelle.
Der fzs bewertet die Einigung als überfällig und kritisiert, dass
bislang ein substanzieller und belastbarer Gesetzesentwurf fehlt. Der
fzs fordert die Bundesregierung auf, das Gesetzgebungsverfahren nun
zügig voranzubringen, damit die angekündigten Verbesserungen Studierende
rechtzeitig zum Wintersemester erreichen.
Rückfragen für die untenstehende und angehängte Pressemitteilung können
Sie stellen an:
_Katharina Rummenhöller, fzs-Vorstand:_
+49 15116807671 oder katharina.rummenhoeller at fzs.de
_Rahel Schüssler, fzs-Referentin für BAföG und studentisches Wohnen:_
rahel.schuessler at fzs.de
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Pressemitteilung: BAföG - Einigung steht, doch Finanzierung bleibt offen
und Reform unzureichend
Berlin, 29.04.2026
Die angekündigte BAföG-Novelle der Bundesregierung soll offenbar doch
noch zum kommenden Wintersemester in Kraft treten, so wurde es heute aus
der Koalition bekannt. Die Finanzierung der Reform ist im Bundeshaushalt
eingeplant, sodass unter anderem die im Koalitionsvertrag angekündigte
Erhöhung der Wohnkostenpauschale von 380 auf 440 Euro umgesetzt werden
könnte. Damit kann nun das Gesetzgebungsverfahren beginnen.
Der freie zusammenschluss von student*innenschaften (fzs) e.V. bewertet
die Einigung als überfällig und kritisiert, dass bislang ein
substanzieller und belastbarer Gesetzesentwurf fehlt. Der fzs fordert
die Bundesregierung auf, das Gesetzgebungsverfahren nun zügig
voranzubringen, damit die angekündigten Verbesserungen Studierende
rechtzeitig zum Wintersemester erreichen.
„Gerade bei der Erhöhung der Wohnkostenpauschale und der Dynamisierung
der Bedarfssätze ist entscheidend, dass Anpassungen bereits zum
Wintersemester greifen", erklärt Katharina Rummenhöller,
Vorstandsmitglied des fzs. „Gleichzeitig darf man sich nichts vormachen:
Die bislang angekündigten Maßnahmen gehen wohl nicht über das hinaus,
was politisch bereits im Koalitionsvertrag festgelegt wurde. Außerdem
bleibt ein echter Reformaufschlag weiterhin aus. Schon jetzt ist
absehbar, dass die vorgesehenen Anpassungen nicht ausreichen werden, um
den gestiegenen Mieten und Lebenshaltungskosten von Studierenden wirksam
zu begegnen."
Außerdem sieht der fzs auch insbesondere beim Antragsverfahren
erheblichen Handlungsbedarf. Die Verfahren müssen schneller, einfacher
und verlässlicher gestaltet werden. Dafür ist es essenziell, strukturell
am Verwaltungsprozess anzusetzen und bürokratische Hürden abzubauen.
Rahel Schüssler, Referentin für BAföG und studentisches Wohnen im fzs,
ergänzt: „Der durchschnittliche Preis für ein WG-Zimmer lag zum
Sommersemester 2026 bei 512 Euro - davon wird selbst die erhöhte
Wohnkostenpauschale weit entfernt sein. Die Regierung hängt in ihren
Anpassungen immer der Lebensrealität hinterher und verkennt, dass es
strukturelle Anpassungen bräuchte, um der studentischen Armut
entgegenzuwirken. Gleichzeitig ist der Zeitplan der Bundesregierung
äußerst knapp und die geplante Finanzierung der Reform wird aller
Voraussicht nach nicht ausreichen, da Fragen der Gegenfinanzierung offen
bleiben. Die Debatte um das BAföG ist symptomatisch für das
Sozialstaatsverständnis der Bundesregierung."
Der fzs fordert:
* das Gesetzgebungsverfahren ohne Verzögerungen voranzubringen,
* die Wohnkostenpauschale realitätsnah am örtlichen Mietniveau
auszurichten,
* die Bedarfssätze zu dynamisieren und auf menschenwürdige,
bedarfsdeckende Beträge anzuheben,
* eine grundlegende Reform hin zu einer elternunabhängigen
Studienfinanzierung als Vollzuschuss umzusetzen.
Weitere Forderungen finden sich in einem umfassenden Forderungspapier,
das der fzs bei seiner letzten Mitgliederversammlung verabschiedet hat:
https://www.fzs.de/2026/03/01/bafoeg-reformieren-statt-umbenennen-positionspapier-aenderungsantrag-zu-77mv-i09/
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Katharina Rummenhöller (sie/ihr)
Vorstand
freier zusammenschluss von student*innenschaften fzs e.V.
Der freie zusammenschluss von student*innenschaften (fzs) e.V. ist der
überparteiliche Dachverband von Studierendenschaften in der BRD. Mit 100
Mitgliedern vertritt der fzs mehr als eine Million Studierende. Der fzs
ist Mitglied im europäischen Studierendendachverband ESU - European
Students' Union und im Global Students' Forum.
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