PM: Die Antwortet lautet Aufstockung der Grundmittel nicht Studiengebühren!
fzs Presse
presse at fzs.de
Do Jan 29 10:16:44 CET 2015
Gemeinsame Aussendung des LAT-NRW, der KTS, des ABS und des fzs e.V.
Den offenen Brief an den Deutschlandfunk finden Sie im Anhang.
Die Antwortet lautet Aufstockung der Grundmittel nicht Studiengebühren!
Der freie zusammenschluss der studentInnenschaften (fzs e.V.), das Landes-ASten-Treffen NRW (LAT NRW), das Aktionsbündnis gegen Studiengebühren (ABS) und die Konferenz Thüringer Studierendenschaften (KTS) widersprechen der Analyse des "Bildungsökonomen" Dr. Dieter Dohmen die Hochschulen seien ab 2020 nur noch über Studiengebühren für Masterstudiengänge oder Teile des Erststudiums finanzierbar. Diese Darstellung ist nicht nur falsch, sondern auch gefährlich. Wir bleiben dabei: Bildung ist ein Menschenrecht und Grundrechte kauft man nicht!
Dazu Kurt Stiegler vom ABS:
"Das Bildungssystem in Deutschland ist laut dem OECD-Bildungsbericht [2] im Vergleich mit 34 Ländern immer noch eines der sozial selektivsten in Europa. Die Wiedereinführung von Studiengebühren wäre ein Schritt in die falsche Richtung. Die bestehenden Bildungsfinanzierungsmodelle wie das Bafög, Stipendien oder Studienkredite decken schon heute die Kosten für ein Studium nicht ab. Der Volksentscheid in Bayern hat gezeigt, dass die Menschen keine Studiengebühren wollen.“
Mandy Gratz von der KTS ergänzt:
"Hochschulbildung ist eine öffentliche Aufgabe. Die Gemeinschaft muss für diese Aufgabe dafür eine stabile, verlässliche Finanzierung gewährleisten - nicht etwa die Mitglieder der Hochschulen. Die Beschäftigungsverhältnisse und Betreuungsverhältnisse an Hochschulen haben sich in den letzten Jahren stetig verschlechtert. Aber Studiengebühren sind für uns keine Antwort auf diese Zustände! Wir fordern eine auskömmliche, staatliche Finanzierung aller Hochschulen und Fachrichtungen. Nur so kann ein Rahmen für gute Arbeit und Bildung geschaffen werden."
Heraldo Hettich vom LAT NRW:
"Studiengebühren sind, wie Herr Dr. Dohmen richtig erkannt hat, in keinem kritiklosen Modell denkbar und wurden folgerichtig in allen Bundesländern wieder abgeschafft. Diese Entwicklung erstaunt uns nicht. Studiengebühren bleiben auch im Jahr 2020 in jeder Form sozial selektiv, haben eine abschreckenden Wirkung und sorgen dafür, dass Bildung einer priviligierten Schicht vorbehalten bleibt."
Isabella Albert vom fzs abschließend:
"Auch in der Analyse der Schuldenbremse liegt Herr Dr. Dohmen richtig. Die Schuldenbremse wird zu einer Unterfinanzierung der öffentlichen Aufgaben führen, wenn keine neuen Finanzierungsquellen gefunden werden. Das Bestreben, Studierende deshalb zu Kund*innen der Hochschule zu degradieren, die Bildung kaufen, führt zu anspruchslosen Konsument*innen und nicht zu kritischen Mitgliedern der Gesellschaft."
Quellenverweise:
[1] Deutschlandfunk-Interview mit Dr. Dohmen, 26. Jan 2015:
http://www.deutschlandfunk.de/hochschulfinanzierung-2020-haben-wir-wieder-studiengebuehren.680.de.html?dram:article_id=309812
[2] OECD-Bericht "Bildung auf einen Blick", 9. Sept. 2014:
http://www.oecd.org/berlin/presse/bildung-2014-deutschland.htm
Kontakt:
Aktionsbündnis gegen Studiengebühren
Kurt Stiegler Tel. 0178-1360870 abs at studis.de www.abs-bund.de
freier zusammenschluss von studentInnenschaften e.V.
Isabella Albert Tel. 0151-16807671 isabella.albert at fzs.de www.fzs.de
Landes-ASten-Treffen NRW
Heraldo Hettich Tel. 0173-7545978 lat-nrw at studis.de http://latnrw.de
Konferenz Thüringer Studierendenschaften
Mandy Gratz Tel. 0151-58889891 sprecherin at kts-thueringen.de www.kts-thueringen.de/
Wöhlertstr. 19
D-10115 Berlin
http://www.fzs.de
Tel +49-3027874094
Fax +49-3027874096
freier zusammenschluss von studentInnenschaften (fzs) e.V.
Vorstand: Daniel Gaittet, Danielle Lichère, Isabella Albert, Sandro Philippi
Adresse: Wöhlertstraße 19, D-10115 Berlin, http://www.fzs.de
Registernummer: VR 25220 B, Amtsgericht B-Charlottenburg
Tel: +49 (0) 30 2787 40 94 / Fax: +49 (0) 30 2787 40 96
Der freie zusammenschluss von studentInnenschaften (fzs) e.V. ist der
überparteiliche Dachverband von Studierendenschaften in der BRD. Mit rund 90
Mitgliedern vertritt der fzs etwa eine Million Studierende. Der fzs ist
Mitglied im europäischen Studierendendachverband European Students' Union
(ESU) und in der International Union of Students (IUS).
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