[fzs-pressemitteilung] fzs unterstützt Demonstrierende in Frankfurt/ Solidarität aus Frankreich
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Don Jul 6 13:38:06 CEST 2006
Pressemitteilung des fzs
Berlin, 06. Juli 2006
fzs unterstützt Demonstrierende in Frankfurt/ Solidarität aus Frankreich
Berlin (fzs). Im Zuge der Protestaktionen in Hessen sind heute in
Frankfurt zu einer weiteren bundesweiten Demonstration wieder Tausende
für "Freie Bildung" in Frankfurt/Main auf die Strasse gegangen. Der
freie zusammenschluss von studentInnenschaften (fzs) zeigt sich über die
Solidarität aus zahlreichen anderen Bundesländern erfreut.
Mit der Frankfurter Demonstration wird analog zu den französischen
Studierenden ein Einsatz für gesicherte Arbeitsverhältnisse verbunden.
Christoph Lüdecke, Mitglied im Vorstand des fzs, erklärt dazu "Zwar ist
einerseits die Erweiterung der Probezeit auf 24 Monate immer noch
Bestandteil des CDU-SPD-Koalitionsvertrages, andererseits zielt der
Aufruf auch auf eine Absicherung aller Studierender, die neben dem
Studium jobben müssen." Prekäre Arbeitsverhältnisse neben und nach dem
Studium sind dabei Ziel der Proteste.
Der freie zusammenschluss von studentInnenschaften (fzs) fordert eine
Kehrtwende in der Bildungspolitik und setzt sich für eine solide
Ausfinanzierung der Hochschulen und eine bedarfsdeckende,
elternunabhängige Studienfinanzierung ein. "Gebühren sind der Weg in die
falsche Richtung und werden den Bildungserfolg noch stärker vom
Geldbeutel der Eltern abhängig machen. Chancengleichheit lässt sich so
nicht erreichen.", so Lüdecke weiter.
Die OrganisatorInnen der Frankfurter Demonstration stellen in ihrem
Aufruf klar: "Unter französischen Verhältnissen verstehen wir eine
friedliche Ausbreitung des Protests auf breite Bevölkerungsschichten".
Der fzs begrüsst in diesem Zug die Solidarisierung und Unterstützung der
Proteste durch weite Teile der Bevölkerung, aber auch durch Studierende
aus Frankreich, die extra mit Bussen nach Frankfurt kamen.
Ein weiteres Beispiel für die friedlichen Proteste ist die gestern
durchgeführte Besetzung des hessischen Wissenschaftsministeriums, bei
der die BesetzerInnen betonten, ausdrücklich gewaltlos vorzugehen. Dort
wurde den MedienvertreterInnen ein Gesetzentwurf zur Finanzierung der
Hochschulen über die Wiedereinführung der Vermögenssteuer vorgestellt.
Der fzs begrüsst diese Initiative.