[fzs-newsletter] Newsletter Juni 2026

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Fr Jun 26 15:07:43 CEST 2026


Newsletter Juni 2026 – fzs

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  Newsletter Juni 2026


    Babababa…BAföG! 💥

Wir können über fast nichts anderes mehr nachdenken. Die letzten Wochen 
waren bei uns sehr bestimmt von diesem Thema.

Kommt eine Reform, kommt sie nicht? Und zwischendurch auch noch diese 
unsäglichen Kommentare einer Ministerin, die sich angeblich für 
Chancengleichheit einsetzt… Das konnten wir nicht so stehen lassen!

Zusammen mit vielen von euch waren wir auf der Straße und im Netz 
präsent, haben mobil gemacht, Interviews gegeben und im Radio 
gesprochen. Also, schaut an was ihr verpasst habt:


    Das war die Aktionswoche! 🔥

Vom 15. bis 19. Juni lief die lange geplante Aktionswoche der Kampagne 
„Schlussverkauf Bildung“. Bundesweit fanden in über 15 Städten Proteste, 
Kundgebungen und Kreative Aktionen gegen Kürzungspolitik in der Bildung 
statt.

Dabei widmeten sich jeder Tag einem bestimmten Thema. Der Montag stand 
unter dem Motto „Bildung als Zukunftsinvestition“, Dienstag ging es um 
Studierendenwerke, Donnerstag um Mobilität und Freitag ums BAföG.

Zu jedem Tag haben wir einen thematisch passenden Beitrag, die ihr hier 
finden könnt:

Bildung als Zukunftsinvestition 
<https://www.instagram.com/p/DZm6h_GjKR2/?img_index=1>

Studierendenwerke <https://www.instagram.com/p/DZp9AzytNJO/>

Mobilität <https://www.instagram.com/p/DZvgOk6Rue6/>

BAföG <https://www.instagram.com/p/DZxc_ikDVKD/?img_index=1>


      Der Aktionstag

Die Woche gipfelte am Mittwoch den 17. Juni in bundesweiten 
Demonstrationen gegen die Kürzungspolitik der jeweiligen Landesregierung 
Protestiert.

In Bamberg, Bremen, Darmstadt, Frankfurt am Main, Hannover und Köln 
fanden Kundgebungen statt, in Fulda, Gießen, Mönchengladbach und 
Offenbach gab es Infostände. Darüber hinaus gabe es viele kreative 
Aktionen, so wurde in Leipzig ein Teach-In veranstaltet und in Tübingen 
ein Banner gedropped.

Die Aktivitäten vor Ort wurden durch eine breite Online-Präsenz 
unterstützt, dutzende Accounts von Mitgliedsuniversitäten sowie 
Bundesstrukturen wie die Jusos, Campusgrün, Lernfabriken Meutern und GEW 
haben Beiträge zu dem Thema erstellt und geteilt.

Und schon am 23. Juni wurde der Protest gegen die Kürzungswelle 
fortgesetzt, ein NRW-weiter Protest mobilisierte gegen das Ausbleiben 
der BAföG-Reform und in Sachsen wird auch bereits an weiterer 
landesweiter Protestorganisation gearbeitet.

Eins ist sicher, unsere Arbeit gegen die Kürzungspolitik dieser 
Bundesregierung hat gerade erst begonnen. Wir werden auch in den 
kommenden Semestern wieder alles tun um den „Schlussverkauf der Bildung“ 
zu stoppen!

Dabei brauchen wir eure Unterstützung! Baut vor Ort eigene Gruppen aus, 
die gegen die Kürzungen an eurer Hochschule vorgehen und meldet euch 
wenn ihr Hilfe braucht oder weiterführende Fragen rund um das Thema habt 
jederzeit bei uns:

✉️ Mail an Vorstand <mailto:vorstand at fzs.de>

Außerdem rufen wir alle, die sich an der Aktionswoche beteiligt haben 
dazu auf, Bilder und Videos der Aktionen mit uns zu teilen und bitten um 
Berichte, die wir Anschließend auf der Website der Kampagne 
„Schlussverkauf Bildung“ veröffentlichen können, um die Proteste an 
euren Standorten zu Dokumentieren.

Vielen Dank an alle Beteiligten für ihr Engagement und euren Einsatz für 
eine gerechte Bildungslandschaft!


    Deine Stimme fürs BAföG ✍️

Union, gib BAföG!-Kundgebung in Berlin

Am deutlichsten wurde der „Schlussverkauf der Bildung“ diesen Monat an 
der Absage, die die Bundesregierung und vor allem Jens Spahn und Doro 
Beer der BAföG-Reform erteilt haben.

Dabei wurde im Koalitionsvertrag eine umfassende Reform angekündigt. 
Doch statt Verbesserungen für Studierende gibt es seit Monaten nur 
Verzögerungen, Widersprüche und Zweifel 
<https://www.swr.de/swraktuell-radio/bafoeg-reform-davon-haengt-es-ab-ob-sie-kommt-100.html> 
an den eigenen politischen Plänen.

Deshalb haben wir als fzs gemeinsam mit dem Deutschen Gewerkschaftsbund 
(DGB), dem Deutschen Studierendenwerk (DSW), der Gewerkschaft Erziehung 
und Wissenschaft (GEW) und ver.di eine gemeinsame Petition gestartet: 
„*Versprochen ist versprochen – BAföG jetzt retten!“*

<https://weact.campact.de/petitions/versprochen-ist-versprochen-bafog-jetzt-retten> 

🔗 Aufs Bild klicken und zur Petition kommen

Während die Kosten für Wohnen, Lebensmittel und Mobilität weiter 
steigen, reicht das BAföG vielerorts längst nicht mehr zum Leben. 
Besonders beim Wohnen klafft eine große Lücke zwischen Realität und 
Förderung. Viele Studierende sind gezwungen, neben dem Studium immer 
mehr zu arbeiten oder auf finanzielle Unterstützung durch ihre Familien 
zurückzugreifen.

Wir fordern ein BAföG, das sich an den Lebenshaltungskosten orientiert. 
Dazu gehören höhere Bedarfssätze und Freibeträge, regelmäßige 
automatische Anpassungen an Inflation und Einkommensentwicklung, eine 
vollständige Digitalisierung und Vereinfachung der Antragsverfahren 
sowie eine bessere Ausstattung von Studierendenwerken und BAföG-Ämtern.

Unterstützt unsere Petition, teilt sie wo ihr könnt und setzt gemeinsam 
mit uns ein Zeichen für ein gerechtes, verlässliches und zukunftsfähiges 
BAföG!

In Berliner Mensen angezeigt: Die BAföG-Petition


    Das war der
    Bundeskongress Studium & Lehre 📣

Vom 12. bis 15. Juni haben wir uns in Kassel getroffen, um über das zu 
reden, was Hochschule eigentlich ausmachen sollte: gute 
Studienbedingungen, faire Prüfungen und eine Lehre, die Studierenden 
mehr zutraut als das Abarbeiten von Workload-Punkten.

Den Ton setzte gleich die Eröffnungskeynote:
Niklas Beick von den GEW Studis Hessen machte deutlich, dass Studierende 
und Beschäftigte keine gegensätzlichen Interessen haben. Sie erleben 
dieselbe Unterfinanzierung, denselben Druck, dieselbe Prekarität – nur 
aus unterschiedlichen Positionen. Eine Hochschule, die zu wenig Geld 
bekommt, trägt das nach unten weiter an befristet Beschäftigte, an 
Studierende, an alle, die nicht oben in der Hierarchie sitzen.

Was folgte, war spannend und dicht aufeinander abgestimmt: Vorträge zu 
Betreuungsrelationen und Kapazitätsrecht, zur Regelstudienzeit als 
Druckinstrument, zu kreativen Prüfungsformaten und zur Frage, was 
generative KI mit Lehre und Prüfungen macht und was das für studentische 
Mitbestimmung bedeutet. Workshops zu Gremienarbeit und Maßnahmen gegen 
Leistungsdruck rundeten das Programm ab.

Was dabei vielleicht am meisten bleibt: das Gefühl, mit engagierten 
Menschen aus ganz Deutschland zusammengekommen zu sein, die sich in 
ihren Hochschulen und Gremien mit denselben Fragen herumschlagen und 
trotzdem (oder gerade deshalb) nicht aufhören, Dinge verändern zu 
wollen. Der hochschulübergreifende Austausch ist eben nicht 
nice-to-have, sondern politisch notwendig. Man sieht: die Probleme sind 
keine Einzelfälle.

Den nächsten Bundeskongress gibt es im Juni 2027. Bis dahin: Schickt uns 
eure Berichte, Analysen und Erfahrungen aus euren Hochschulen!


    Kleiner Besuch im BMFTR

Nach diesen wirklich aufregenden Wochen, hoffen wir, dass es genauso 
spannend weiter geht – bloß mit mehr Schlaf vielleicht. 💤

Als kleines Schmankerl zum Ende wollen wir euch noch zeigen, was wir am 
Wochenende gemacht haben: Beim Tag der offenen Tür im 
Bildungsministerium, konnten wir nicht anders und haben uns an einen 
Bannerdrop gewagt:

Ob durch Beteiligung an unseren Angeboten, das Teilen von und Teilnehmen 
an Umfragen oder euren Einsatz vor Ort: *Euer Engagement ist 
entscheidend für eine starke, solidarische und demokratische 
Studierendenvertretung. *Gerade in Zeiten autoritärer Verhärtungen und 
durch den Rechtsruck zunehmender Bedrohtheit progressiver 
Hochschulpolitik ist diese besonders wichtig!

*Schickt uns daher eure Städteberichte, Analysen und Kommentare zu den 
Zuständen an deutschen Hochschulen.*

Wir wollen zeigen, wie die Bildungspolitik an der Realität scheitert und 
welche Folgen das vor Ort für Studierende, Lehre und Forschung hat. 
Dabei freuen wir uns natürlich auch über Berichte von Ansätzen und 
Projekten, durch die es euch gelungen ist, dem Schlussverkauf der 
Bildung etwas entgegenzusetzen.

Lasst uns gemeinsam festhalten, wie neoliberale Bildungspolitik sich 
auswirkt, wenn man nicht im Ministerium sitzt.

Die *nächste Ausgabe* unseres Newsletters erscheint *Mitte Juli* und 
wird an Mitgliedshochschulen und Interessierte verschickt.

-------------- nächster Teil --------------
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