[fzs-newsletter] fzs Newsletter April 2026
newsletter at lists.fzs.de
newsletter at lists.fzs.de
Fr Apr 24 14:26:02 CEST 2026
Newsletter April 2026 – fzs
E-Mail wird nicht richtig angezeigt? Webansicht öffnen
<https://www.fzs.de/2026/04/24/newsletter-april-2026/>
Newsletter April 2026
So ziemlich alles brennt (wie immer)!🔥
Liebe Mitglieder, liebe Interessierte,
auch in diesem Newsletter halten wir euch über aktuelle Entwicklungen in
der Hochschul- und Bildungspolitik sowie über unsere Arbeit im Verband
auf dem Laufenden. Von unserer anstehenden Bildungsreise nach Brüssel
über explodierende Wohnkosten, rechten Bedrohungen für die studentische
Selbstverwaltung in Sachsen-Anhalt und wichtigen
Beteiligungsmöglichkeiten beim Thema Machtmissbrauch an Hochschulen gibt
es viel zu berichten.
Wir wünschen euch eine informative Lektüre und freuen uns wie immer über
euer Feedback und eure Beiträge.
Viel Spaß beim Lesen! 🔥
Nous vous emmenons à Bruxelles!
Wie ihr bereits mehrfach auf der Mitgliederversammlung oder
dem Verteiler lesen konntet, arbeiten wir mit Hochdruck an exklusiven
Angeboten für unsere Vollmitglieder. Eines davon möchten wir an dieser
Stelle noch einmal vorstellen. Mit nun insgesamt 26 Personen von 18
unterschiedlichen Hochschulen reisen wir vom *02.-05. Juni 2026* im
Rahmen einer Bildungsreise nach *Brüssel*!
Wir haben ausgeschrieben und alle Plätze für die Reise anhand eines
Scorings vergeben, um möglichst diverse Repräsentation zu gewährleisten.
So werden beispielsweise FLINTA*, Verbands- und Hochschulaktive,
migrantische und anderweitig marginalisierte Personen bevorzugt. Vielen
Dank für eure zahlreichen Bewerbungen. Wir freuen uns sehr, dass dieses
Angebot bei euch auf so viel Zuspruch stößt!
Ein Bild in petrolblau, darauf steht "EU-Delegationsreise nach Brüssel
im Juni 2026". Daneben ist das Gebäude des Europäischen Parlaments in
Brüssel abgebildet.
Vor Ort werden wir zahlreiche Termine mit Mitgliedern des Europäischen
Parlaments (MdEP) wahrnehmen, so zum Beispiel mit Erik Marquardt und
Rasmus Andresen (Grüne) oder dem CULT Committee. Auch besichtigen wir
unter anderem das Parlamentarium des Europäischen Parlaments (kurz: EP),
hören einen Vortrag vom Besucherdienst des EPs und besuchen unsere
Kolleg*innen von der European Students‘ Union und einer belgischen
Studierendenvertretung. Auch für Freizeit und Vernetzung wird es
Freiräume im Programm geben, sodass der Spaß und leckere belgische
Kartoffelspezialitäten hoffentlich nicht zu kurz kommen.
Bei Fragen zur geplanten Reise und unseren sonstigen Angeboten, meldet
euch gern via**** <javascript:;>*vorstand at fzs.de* *<javascript:;>*, oder
bei euren jeweils für das Bundesland zuständigen Vorstandsmitgliedern.
Einen ausführlichen Bericht mit Fotos wird es natürlich nach der Reise
an dieser Stelle geben!
Die Wohnkosten für Studierende
erreichen einen neuen Höchststand
Am 23. März 2026 veröffentlichte das Moses-Mendelssohn-Institut aktuelle
*Zahlen zu den Wohnkosten von Studierenden und Auszubildenden*. Demnach
lag die *durchschnittliche Miete* *für ein WG-Zimmer* in der BRD zum
Sommersemester bei *512 Euro*, ein deutlicher Anstieg gegenüber dem
Vorjahr (493 Euro). Studierende geben in der Konsequenz inzwischen mehr
als die *Hälfte ihres Einkommens allein für Miete* aus. Ihre
Wohnkostenbelastung ist damit mehr als doppelt so hoch wie die der
Durchschnittsbevölkerung. Gleichzeitig berichten Studierende immer
wieder von *mangelhaften Wohnzuständen*.
Als freier zusammenschluss von student*innenschaften beobachten wir
diese Entwicklung seit Längerem mit großer Sorge und fordern von der
Bundesregierung ein sofortiges Handeln. Nachdem das Bundesministeriums
der Justiz und für Verbraucherschutz nun einen *Referentenentwurf zur
Mietrechtsreform* vorgelegt hat, haben wir am 23. März 2026 eine
*Stellungnahme *dazu veröffentlicht.
Einige der vorgesehenen Maßnahmen weisen in die richtige Richtung und
zielen darauf ab, gravierende Regelungslücken zu schließen. Dennoch
haben wir zu einzelnen Aspekten der vorgeschlagenen Regelungen
Anmerkungen und Bedenken.
*Besonders kritisch *sehen wir, dass *Kurzzeitvermietungen *weiterhin
von der Mietpreisbremse ausgenommen sind. Dadurch entsteht für
Vermietende ein finanzieller Anreiz, Wohnungen bevorzugt in diesem
Segment anzubieten. Zwar benötigen gerade Menschen in Ausbildung häufig
die Möglichkeit, Wohnraum nur für begrenzte Zeiträume anzumieten.
Sozialpolitisch erscheint es jedoch schwer vermittelbar, dass
ausgerechnet diese Gruppen, denen in der Regel nur ein geringes
Einkommen zur Verfügung steht, für notwendige kurzfristige
Mietverhältnisse regelmäßig höhere Mieten zahlen müssen.
Die vollständige *Pressemitteilung *zu dem Thema findet ihr hier:
Zur Pressemitteilung zum studentischen Wohnen
<https://www.fzs.de/2026/03/23/wohnkosten-fuer-studierende-erreichen-neuen-hoechststand-die-bundesweite-studierendenvertretung-fordert-schnelles-politisches-handeln/>
Die vollständige *Stellungnahme zur Mietrechtsnovelle* mit allen
Kritikpunkten und Forderungen findet ihr hier:
Zur vollständigen Stellungnahme der Mietrechtsnovellierung
<https://www.fzs.de/2026/03/23/stellungnahme-des-fzs-zum-refe-der-mietrechtsnovellierung/>
Pressemitteilung aus Halle
zum Antrag der AfD
§ 65 HSG LSA abzuschaffen
Der *Studierendenrat der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg*
wendet sich in einer Pressemitteilung vom 21. April 2026 gegen den
Antrag der AfD in Sachsen-Anhalt, in dem die Partei die *Abschaffung von
Paragraf 65 des Hochschulgesetzes *beantragt und *damit die verfasste
Studierendenschaft in dem Bundesland effektiv ausschalten will.*
Die AfD zeigt damit schon einmal exemplarisch, was mit ihrer möglichen
Machtübernahme nach den Wahlen in Sachsen-Anhalt im Herbst droht. Ihr
Wahlprogramm richtet sich gegen Studierendenschaften, gegen Demokratie
und arbeitet an einem völkischen Umsturz. Sie ist Feind der
Wissenschafts- und Kunstfreiheit, hat zahlreiche militante Neonazis in
ihren Reihen und bedroht politische Gegner*innen, queere, jüdische und
muslimische Menschen und Migrant*innen.
In der Pressemitteilung der Studierendenschaft aus Halle argumentieren
Elias Zarrad, Co-Vorsitzender des Sturas, und Lukas Pöhl, Referent für
äußere Hochschul- und Bildungspolitik, dass der Antrag der AfD
demonstriert, dass es eine *antifaschistische Offensive an den
Hochschulen* braucht.
Sie *fordern *von allen demokratischen Parteien eine *klare
Zurückweisung* dieses Angriffs auf die Studierenden und auf die
Hochschulautonomie an sich. Darüber hinaus erwarten sie von Hochschulen,
der Regierung und allen Parteien jenseits der Faschist*innen, dass sie
eine echte demokratische und antifaschistische Vision entwickeln. Zu
diesem Zweck sind alle Studierenden und Uni-Mitarbeiter*innen dazu
aufgerufen, *am 30. April *gegen das AfD-Event im Dormero Hotel in Halle
*auf die Straße* zu gehen.
Hier geht’s direkt zur Pressemitteilung!
<https://www.stura.uni-halle.de/blog/warum-es-antifaschistische-offensive-an-den-hochschulen-braucht-zum-antrag-der-afd-im-landtag/>
Und wenn du in Ostdeutschland studierst oder aus Ostdeutschland kommst
und dich gegen Faschismus vor Ort und für eine zukunftsfähige
Bildungspolitik einsetzen willst, dann komm‘ doch zum vierten Treffen
des *AK Ost am 26.04.2026 um 12 Uhr!*
Hier geht’s direkt zum Onlinecall des AK Ost!
<https://portal.fzs.de/bbb/ako-yzl-m0w-t3j/>
Umfrage zu Machtmissbrauch
an Hochschulen 🗳️
Studierende haben an Hochschulen oft wenige Möglichkeiten sich vor
Machtmissbrauch zu schützen. Notengebung, Arbeit und Abschlussarbeiten
ist von den Lehrenden oder Mitarbeitenden der Verwaltung abhängig. Dies
sorgt Bundesweit für große Probleme, die viel zu oft als Einzelfälle
abgetan oder gar nicht erst angesprochen werden.
Der *Bundesausschuss GEW Studierende* will einen *Überblick *darüber
bekommen, wie der *Stand zum Thema Machtmissbrauch an Hochschulen* in
den verschiedenen Bundesländern und Universitäten ist. Darauf aufbauend
sollen konkrete Forderungen/Workshops etc. erarbeitet werden, die mehr
*Aufmerksamkeit auf dieses häufig totgeschwiegene Thema* zu lenken.
Wir wurden aus diesem Grund darum gebeten diese Umfrage zu *teilen *und
freuen uns, wenn ihr die Fragen im Bezug auf eure Hochschule beantwortet.
Falls ihr *Anmerkungen oder Rückfragen* zu der Umfrage habt, dann meldet
euch gerne bei *studierende at gew-bundesausschuesse.de**<javascript:;>*.
Hier direkt zur Umfrage!
<https://cloud.uni-jena.de/apps/forms/s/m9iqgB8RJzRstksjw2xBZEQS>
Wow, ihr habt es bis zum Ende des Newsletters geschafft! Vielen Dank für
euer Interesse und eure Zeit!
Ob durch Beteiligung an unseren Angeboten, das Teilen von und Teilnehmen
an Umfragen oder euren Einsatz vor Ort: *Euer Engagement ist
entscheidend für eine starke, solidarische und demokratische
Studierendenvertretung. *Gerade in Zeiten autoritärer Verhärtungen und
durch den Rechtsruck zunehmender Bedrohtheit progressiver
Hochschulpolitik ist diese besonders wichtig!
*Schickt uns daher eure Städteberichte, Analysen und Kommentare zu den
Zuständen an deutschen Hochschulen.*
Wir wollen zeigen, wie die Bildungspolitik an der Realität scheitert und
welche Folgen das vor Ort für Studierende, Lehre und Forschung hat.
Dabei freuen wir uns natürlich auch über Berichte von Ansätzen und
Projekten, durch die es euch gelungen ist, dem Schlussverkauf der
Bildung etwas entgegenzusetzen.
Lasst uns gemeinsam festhalten, wie neoliberale Bildungspolitik sich
auswirkt, wenn man nicht im Ministerium sitzt.
Die *nächste Ausgabe* unseres Newsletters erscheint *Mitte Mai* und wird
an Mitgliedshochschulen und Interessierte verschickt.
-------------- nächster Teil --------------
Ein Dateianhang mit HTML-Daten wurde abgetrennt...
URL: <http://lists.fzs.de/pipermail/newsletter/attachments/20260424/4d803013/attachment.htm>
Mehr Informationen über die Mailingliste newsletter