PM: Wohnkosten für Studierende erreichen neuen Höchststand – die bundesweite Studierendenvertretung fordert schnelles politisches Handeln

Katharina Rummenhöller katharina.rummenhoeller at fzs.de
Mo Mär 23 14:32:59 CET 2026


Sehr geehrte Medienschaffende,

der freie zusammenschluss von student*innenschaften (fzs) e.V., die 
bundesweite Studierendenvertretung, äußert sich anlässlich der heute 
veröffentlichten Zahlen des Moses-Mendelssohn-Institut zu den Wohnkosten 
von Studierenden und Auszubildenden. Demnach lag die durchschnittliche 
Miete für ein WG-Zimmer zum Sommersemester bei 512 Euro, ein deutlicher 
Anstieg gegenüber dem Vorjahr (493 Euro).

Der freie zusammenschluss von student*innenschaften (fzs) beobachtet 
diese Entwicklung seit Längerem mit großer Sorge und fordert von der 
Bundesregierung schnelles und durchdachtes Handeln.

Dazu passend finden Sie anbei außerdem unsere Stellungnahme zum 
Referentenentwurf des Bundesjustizministeriums zur Mietrechtsnovelle.

Rückfragen für die untenstehende und angehängte Pressemitteilung, sowie 
die angehängte Stellungnahme zum Referentenentwurf des 
Bundesjustizministeriums zur Mietrechtsnovelle können Sie stellen an:

Katharina Rummenhöller, fzs-Vorstand:

+49 15116807671 oder katharina.rummenhoeller at fzs.de

Rahel Schüssler, fzs-Referentin für BAföG und studentisches Wohnen:

rahel.schuessler at fzs.de

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PM: Wohnkosten für Studierende erreichen neuen Höchststand - die 
bundesweite Studierendenvertretung fordert schnelles politisches Handeln

Berlin, 23.03.2026

Am 23. März 2026 veröffentlichte das Moses-Mendelssohn-Institut aktuelle 
Zahlen zu den Wohnkosten von Studierenden und Auszubildenden. Demnach 
lag die durchschnittliche Miete für ein WG-Zimmer zum Sommersemester bei 
512 Euro, ein deutlicher Anstieg gegenüber dem Vorjahr (493 Euro).

Der freie zusammenschluss von student*innenschaften (fzs) beobachtet 
diese Entwicklung seit Längerem mit großer Sorge und fordert von der 
Bundesregierung schnelles und durchdachtes Handeln.

„512 Euro im Durchschnitt und an vielen Hochschulstandorten liegt die 
Miete deutlich darüber. Wer soll sich das noch leisten können?", fragt 
Katharina Rummenhöller, fzs-Vorstandsmitglied. „Studierende geben 
inzwischen mehr als die Hälfte ihres Einkommens allein für Miete aus. 
Ihre Wohnkostenbelastung ist damit mehr als doppelt so hoch wie die der 
Durchschnittsbevölkerung. Wir hören immer wieder, wie schwer es ist, 
überhaupt ein Zimmer zu finden und wenn man eine hat, die laufenden 
Kosten zu stemmen. Das wirkt sich unmittelbar auf das Studium aus: Ohne 
bezahlbaren Wohnraum lässt sich kaum studieren. Wer gezwungen ist, 20 
Stunden nebenbei zu arbeiten, kann das Lernpensum oft nicht bewältigen."

Weiter betont Rummenhöller: „Die Bundesregierung darf diesen zentralen 
Armutsfaktor nicht länger ignorieren. Kurzfristig muss die Förderung 
deutlich erhöht werden. Die Wohnkostenpauschale im BAföG von derzeit 380 
Euro deckt in Städten wie München nicht einmal die Hälfte der Miete für 
ein WG-Zimmer. Gleichzeitig erhalten mehr als 88 Prozent der 
Studierenden gar kein BAföG und von den Geförderten nicht alle die volle 
Höhe. Armut betrifft sie dennoch - es braucht dringend mehr öffentlich 
geförderten Wohnraum."

Rahel Schüssler, Referentin für BAföG und studentisches Wohnen ergänzt: 
„Man muss sich vor Augen führen: Die genannten Zahlen beziehen sich 
nicht auf eine eigene Wohnung, sondern lediglich auf ein WG-Zimmer (!). 
In einer Drei- oder Vierer-WG summieren sich die Kosten schnell auf über 
2.000 Euro monatlich. Die verlangten Mieten gehen dabei häufig weit über 
die reinen Betriebskosten hinaus und ermöglichen hohe Gewinne für 
Vermietende. Gleichzeitig berichten Studierende immer wieder von 
mangelhaften Wohnzuständen. Hier wird eine Notlage ausgenutzt. Es 
braucht umfassende Reformen im Mietrecht. Der vom 
Bundesjustizministerium vorgelegte Referentenentwurf zur 
Mietrechtsnovelle enthält zwar einige sinnvolle Ansätze, greift jedoch 
insgesamt zu kurz. Viele Regelungen sollen nur in angespannten 
Wohnungsmärkten gelten - die Realität für Studierende zeigt jedoch, dass 
die Mietpreise bundesweit steigen."

Dazu passend finden Sie anbei unsere Stellungnahme zum Referentenentwurf 
des Bundesjustizministeriums zur Mietrechtsnovelle.

  [1]

  		 [2]
  		 [3]
  		 [4]

Katharina Rummenhöller (sie/ihr)
Vorstand
freier zusammenschluss von student*innenschaften fzs e.V.

Der freie zusammenschluss von student*innenschaften (fzs) e.V. ist der 
überparteiliche Dachverband von Studierendenschaften in der BRD. Mit 100 
Mitgliedern vertritt der fzs mehr als eine Million Studierende. Der fzs 
ist Mitglied im europäischen Studierendendachverband ESU - European 
Students' Union und im Global Students' Forum.

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