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    <meta http-equiv="content-type" content="text/html; charset=UTF-8">
  </head>
  <body>
    <p>Sehr geehrte Medienschaffende,<br>
      <br>
      der freie zusammenschluss von student*innenschaften (fzs) e.V.,
      die bundesweite Studierendenvertretung, äußert sich anlässlich des
      gestern Nachmittag vom Bundesministerium für Forschung,
      Technologie und Raumfahrt vorgelegten Referentenentwurfs zur
      Novellierung des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes (WissZeitVG).<br>
      <br>
      Nach langer Wartezeit und wiederholten Ankündigungen liegt nun ein
      Entwurf vor, der sich in weiten Teilen auf bereits früher
      konsentierte Punkte beschränkt und die strittigsten Fragen erneut
      offen lässt. Der fzs kritisiert diesen Entwurf und fordert echte
      Reformen statt mutlosem Klein-Klein. Studentische Beschäftigte und
      der wissenschaftliche Mittelbau brauchen jetzt verbindliche
      Verbesserungen, keine weiteren Verschiebungen. Der fzs sieht in
      einem Gesetz, das Mindeststandards setzt, die anschließend
      strukturell ausgenutzt werden, keine Lösung. Das WissZeitVG muss
      so reformiert werden, dass es faire Arbeitsbedingungen in der
      Wissenschaft tatsächlich absichert. Das ist auch eine Frage der
      Qualität von Forschung und Lehre in Deutschland.<br>
      <br>
      Rückfragen für die untenstehende und angehängte Pressemitteilung
      können Sie stellen an:<br>
      <br>
      <u><b>Tabea Herbst, fzs-Vorstand: </b></u><br>
      +49 151 20942563 oder <a class="moz-txt-link-abbreviated" href="mailto:tabea.herbst@fzs.de">tabea.herbst@fzs.de</a><br>
      <u><b>Jonathan Dreusch, politischer Geschäftsführer des fzs:</b></u><br>
      +49 171 6465758 oder <a class="moz-txt-link-abbreviated" href="mailto:jonathan.dreusch@fzs.de">jonathan.dreusch@fzs.de</a><br>
      <br>
    </p>
    <p>__________________________________</p>
    <p><b><font size="4">Pressemitteilung: WissZeitVG-Novelle:
          Bundesregierung drückt sich vor echten Reformen</font></b></p>
    <p>Berlin, 29.05.2026</p>
    <p>Der gestern Nachmittag vom BMFTR vorgelegte Referentenentwurf zur
      Novellierung des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes (WissZeitVG)
      bleibt weit hinter den Erfordernissen für faire Arbeits- und
      Studienbedingungen zurück. Der Entwurf zeugt von mutlosem
      Klein-Klein, lässt die drängendsten Probleme des
      wissenschaftlichen Mittelbaus und der studentischen Beschäftigten
      ungelöst und klärt nicht die Frage der Anschlusszulage, der
      Tarifsperre sowie der Veränderung der Höchstbefristungsdauer.<br>
      <br>
      <b>Studentische Beschäftigte brauchen verbindlichen Schutz statt
        Lippenbekenntnisse</b><br>
      „Dass die Höchstbefristungsdauer für studentische Beschäftigte
      (SHKs) von sechs auf acht Jahre angehoben wird, ist gut gemeint,
      geht aber an der Realität vorbei: niemand will dauerhaft SHK sein,
      die Grenze ist sinnlos.“, kritisiert Maximilian Wimmer, Referent
      für gute Lehre und Arbeitsbedingungen an Hochschulen im fzs. Da
      SHK-Verträge an das Studium gebunden sind, verpufft diese Maßnahme
      weitgehend. „Völlig inakzeptabel ist jedoch der Wegfall der
      bereits 2024 verhandelten Soll-Regelung für eine
      Mindestvertragslaufzeit von einem Jahr. Es hat sich gezeigt, dass
      die Hochschulen die entsprechende schuldrechtlich Vereinbarung
      kaum umsetzen, es bräuchte hier gesetzliche Unterstützung“, so
      Wimmer weiter. Der freie zusammenschluss von student*innenschaften
      (fzs) fordert hier dringend eine gesetzliche
      Mindestvertragslaufzeit von zwei Jahren. Bisherige
      schuldrechtliche Vereinbarungen werden in der Praxis nicht
      konsequent umgesetzt, weshalb nur gesetzlicher Druck die
      Ausbeutung beenden kann. Die „Soll-Regelung“ würde dabei
      ausreichend Raum für begründete Ausnahmen lassen.<br>
      <br>
      Wie dringend nötig solche verbindlichen Regelungen sind, zeigt die
      aktuelle Studie "Jung, akademisch, (immer noch) prekär":
      Studentische Beschäftigte arbeiten im Durchschnitt 21,5 Monate auf
      ihrer Stelle und schließen dabei im Schnitt bereits 2,6
      Arbeitsverträge ab - 36,1 Prozent sogar drei oder mehr Verträge
      auf derselben Stelle. Studentische Beschäftigung ist keine
      kurzfristige Randtätigkeit, sondern dauerhaft in die
      Hochschulstrukturen eingebunden, allerdings unter prekären
      Bedingungen.<br>
      <br>
      <b>„Unverbrauchte“ Befristungszeiten: Verschärfung statt
        Entlastung</b><br>
      Der Entwurf des Ministeriums sieht vor, dass die sogenannte
      6+6-Regelung bestehen bleibt, „unverbrauchte“ Befristungszeiten
      jedoch nicht mehr auf spätere Verträge mitgenommen werden können.
      Der fzs warnt vor den Konsequenzen: Dies führt nicht zu den
      erhofften Effekten, dass Hochschulen zur Entfristung gezwungen
      werden, sondern erhöht lediglich den Druck auf die Angestellten.</p>
    <p><b>Das Ministerium verkennt den Sinn des Gesetzes</b><br>
      Das WissZeitVG ist als Mindestanforderung konzipiert. Die Realität
      zeigt jedoch, dass diese Minimalstandards von den Hochschulen
      gnadenlos ausgenutzt werden – eine strukturelle Entwicklung, die
      empirisch belegt ist. Dass der Entwurf erneut darauf verzichtet,
      Qualifizierungs- und Hilfstätigkeiten trennscharf voneinander zu
      unterscheiden, ist symptomatisch für dieses Missverständnis. Die
      fehlende Definition befördert die strukturelle Ausnutzung des
      Gesetzes und begünstigt die an vielen Hochschulen zu beobachtende
      Tendenz zur Tarifflucht.<br>
      <br>
      Besonders unverständlich ist das erneute Festhalten an der
      Tarifsperre. „Die unter der Ampel diskutierte zaghafte Öffnung der
      Tarifsperre ist wieder gestrichen worden – das ist eine Frechheit.
      Es gibt schlicht keinen sachlichen Grund, weshalb
      Arbeitsbedingungen im akademischen Bereich nicht tariflich
      verhandelt werden sollten", kritisiert Jonathan Dreusch,
      politischer Geschäftsführer des fzs. Die Einführung des neuen §
      3a, der Anschlussbeschäftigungen für SHKs aus dem
      Anwendungsbereich des TzBfG herausnimmt, trägt zwar der bisherigen
      juristischen Realität Rechnung und bringt für betroffene
      Beschäftigte kurzfristig Erleichterung. "Eine rein positive
      Bewertung wäre aber fahrlässig, die Regelung ist ein Symptom für
      die fast schon panische Angst der Hochschulen vor
      Normalarbeitsverhältnissen. Würde man regulär unbefristet
      anstellen, gäbe es auch keinen Konflikt mit dem TzBfG" so Dreusch
      weiter<br>
      <br>
      <b>Katastrophale Auswirkungen auf die Studienbedingungen</b><br>
      Der fzs betont abschließend, dass prekäre Arbeitsbedingungen,
      ständige Unsicherheit und häufige Arbeitsplatzwechsel nicht nur
      für die Beschäftigten katastrophal sind, sondern auch dramatische
      Auswirkungen auf die Lehr- und Studienbedingungen haben. „Wer gute
      Lehre und exzellente Wissenschaft will, muss endlich verlässliche
      und planbare Rahmenbedingungen schaffen. Dieser Entwurf ist eine
      vertane Chance und die Menschen, die Hochschulen am Laufen halten,
      zahlen den Preis dafür.", so Tabea Herbst, fzs-Vorstandsmitglied.<br>
      <br>
      Der fzs wird in Kürze eine umfassende Stellungnahme zum
      Referentenentwurf veröffentlichen.<br>
      <br>
      <br>
    </p>
    <div class="moz-signature">-- <br>
      <meta charset="UTF-8">
      <table cellpadding="0" cellspacing="0"
style="font-family: Arial, sans-serif; font-size: 14px; color: #006979;">
        <tbody>
          <tr>
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              <table cellpadding="0" cellspacing="0"
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                  </tr>
                </tbody>
              </table>
            </td>
            <!-- Kontaktinfo --> <td
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              <div
style="font-size: 18px; font-weight: 600; margin-bottom: 5px;">Tabea
                Herbst (sie/ihr)</div>
              <div style="margin-bottom: 3px;">Vorstand | Executive
                Committee</div>
              <div style="font-weight: 500; margin-bottom: 10px;">freier
                zusammenschluss von student*innenschaften fzs e.V.</div>
              <p
style="font-size: 12px; max-width: 400px; margin: 0 0 15px 0;"> Der
                freie zusammenschluss von student*innenschaften (fzs)
                e.V. ist der überparteiliche Dachverband von
                Studierendenschaften in der BRD. Mit 100 Mitgliedern
                vertritt der fzs mehr als eine Million Studierende. Der
                fzs ist Mitglied im europäischen Studierendendachverband
                ESU - European Students' Union und im Global Students'
                Forum. </p>
              <div
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              <table cellpadding="0" cellspacing="0"
                style="font-size: 12px;">
                <tbody>
                  <tr>
                    <td style="padding: 3px 8px 3px 0; width: 18px;"><img
src="https://www.fzs.de/wp-content/uploads/2025/10/Icon-Telefon_128_lila.png"
                        width="13" style="display: block;"></td>
                    <td style="padding: 3px 0;"><a
                        href="tel:+49 151 20942563"
                        style="color: #006979; text-decoration: none;">+49
                        151 20942563</a></td>
                  </tr>
                  <tr>
                    <td style="padding: 3px 8px 3px 0;"><img
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                        width="13" style="display: block;"></td>
                    <td style="padding: 3px 0;"><a
                        href="mailto:tabea.herbst@fzs.de"
                        style="color: #006979; text-decoration: none;"
                        class="moz-txt-link-freetext">tabea.herbst@fzs.de</a></td>
                  </tr>
                  <tr>
                    <td style="padding: 3px 8px 3px 0;"><img
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                        width="13" style="display: block;"></td>
                    <td style="padding: 3px 0;"><a
                        href="https://www.fzs.de"
                        style="color: #006979; text-decoration: none;">www.fzs.de</a></td>
                  </tr>
                  <tr>
                    <td style="padding: 3px 8px 3px 0;"><img
src="https://www.fzs.de/wp-content/uploads/2025/10/Icon-Map-Marker_128_lila.png"
                        width="13" style="display: block;"></td>
                    <td style="padding: 3px 0; color: #006979;">Wöhlertstr.
                      19, 10115 Berlin</td>
                  </tr>
                </tbody>
              </table>
            </td>
          </tr>
        </tbody>
      </table>
    </div>
  </body>
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